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Die Schweizer Fitness- und Gesundheitsbranche wächst weiter und etabliert sich zunehmend als fester Bestandteil der Gesundheitsinfrastruktur. Steigende Mitgliederzahlen, wachsende Umsätze und eine hohe Investitionsbereitschaft zeigen: Fitness ist längst mehr als Training und wird immer stärker als Teil eines gesundheitsorientierten Lebensstils verstanden.
Die aktuelle Studie «Eckdaten der Fitnesswirtschaft DACH 2026» weist für die Schweiz erneut Rekordwerte aus. 2025 umfasst der Gesamtmarkt 1’441 Anlagen, was einem Wachstum von 3,3% entspricht. Insgesamt trainieren 1,45 Millionen Menschen in einem Fitnesscenter – rund jede fünfte erwachsene Person in der Schweiz. Der Branchenumsatz steigt auf 1,36 Milliarden Franken und liegt damit 4,4% über dem Vorjahr; 9 von 10 Betreibern beurteilen ihre wirtschaftliche Lage als gut oder eher gut.
Besonders die 20- bis 29-Jährigen sind Treiber dieses Wachstums und bilden mit einem Anteil von 26,9% die grösste Mitgliedergruppe, gefolgt von den 30- bis 39-Jährigen. Diese beiden Segmente vereinen über die Hälfte aller Mitglieder auf sich. Gleichzeitig zeigt die Studie ein hohes Potenzial in der Ansprache älterer Zielgruppen, für die regelmässiges Training entscheidend für Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität ist.
Für junge Menschen verschmelzen körperliche Leistungsfähigkeit, mentale Stabilität und Wohlbefinden zunehmend zu einem ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit. Fitness- und Gesundheitstraining wird nicht mehr nur als körperliche Aktivität wahrgenommen, sondern auch als Ausdruck eines gesundheitsorientierten Lebensstils, sozialer Verbundenheit und aktiver Selbstfürsorge.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass sich eine knappe Mehrheit der Schweizer Center primär im Bereich Gesundheit und Prävention positioniert, während Training und Leistungsfähigkeit nahezu gleich stark gewichtet werden. Krafttraining bleibt dabei eine zentrale Angebotsform und fungiert als wichtige Schnittstelle zu gesundheitsorientierten Leistungen, etwa im Hinblick auf die Umsetzung der WHO-Empfehlungen zu muskelkräftigender Aktivität.
Gleichzeitig zeigt die Studie die grosse Heterogenität der Branche: Lifestyle-orientierte Anbieter inszenieren Fitness als Lebensgefühl und sozialen Treffpunkt, trainingsorientierte Anbieter fokussieren stärker auf Leistungsentwicklung, während gesundheitsorientierte Anlagen Angebote für Prävention und Gesundheitsförderung in den Vordergrund stellen. Diese Vielfalt ermöglicht eine gezielte Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen, setzt jedoch eine klare Positionierung und transparente Kommunikation voraus, damit Kundinnen und Kunden die jeweiligen Leistungen und Kompetenzen erkennen können.
Ein zentrales Ergebnis der Studie ist der hohe Stellenwert von Aus- und Weiterbildung. In der Schweiz setzen 97,5% der Center systematisch auf Weiterbildung als Erfolgsfaktor, die Zahl der Beschäftigten steigt um 3,8% auf 27’667 Mitarbeitende – mit weiter wachsendem Anteil an Festanstellungen.
«Wer Gesundheit verspricht, muss Qualität liefern – genau hier setzen Aus- und Weiterbildung sowie klare Standards an», betont Roger Erni von der SAFS Hochschule für Bewegungs- und Gesundheitsmanagement. «Die Branche investiert gezielt in Kompetenzen und stärkt damit ihre Rolle als verlässliche Partnerin in Prävention und Gesundheitsförderung.»
Der Blick auf Deutschland, Österreich und die Schweiz zeigt, dass Fitness- und Gesundheitsanlagen im DACH-Raum immer stärker als relevante Partner für Prävention, Gesundheitsförderung und Gesunderhaltung wahrgenommen werden. Die geplante Harmonisierung von Qualitätsstandards in der Region gilt als wichtiger Schritt, um Transparenz, Sicherheit und Wirksamkeit von Training für Konsumentinnen und Konsumenten weiter zu stärken.
Die Studie «Eckdaten der Fitnesswirtschaft DACH 2026» analysiert die Marktentwicklung im Betrachtungsjahr 2025 vergleichend über alle drei Länder. Für die Schweiz verantworten swiss active und die SAFS Hochschule für Bewegungs- und Gesundheitsmanagement die Erhebung und Auswertung der Daten, die länderübergreifende Vergleichbarkeit wird durch eine abgestimmte Methodik in Zusammenarbeit mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sichergestellt.
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